Freitag, 22. Januar 2010

"Nurse Sibylle"

Meine ersten vier Tage arbeiten sind bereits vergangen und bis jetzt gefällt es mir sehr gut. Alles ist anders. Uniform, Kompetenzen, Patientenzahl. Meine Mitarbeiter haben mich freundlich aufgenommen und die australische Kultur wirkt sich sehr positiv auf das Arbeitsklima aus. Allerdings herrscht weder die schweizer Genauigkeit noch Effizienz. Da komme ich mir manchmal etwas streberisch vor.
Wohnen oder besser hausen tue ich zur Zeit noch in einem Hostel, dem grössten in Melbourne. Den Schlag teile ich mit 15 anderen Personen. Nächste Woche kann ich aber bereits einige Wohnungen besichtigen und hoffentlich finde ich dann eine bessere, schnarchfreie Unterkunft.

Dienstag, 12. Januar 2010

Der Ernst des Lebens

Während bei euch Daisy wütet, eure Strassen eingeschneit und vereist sind, verkrieche ich mich wie ihr wahrscheinlich auch ins Haus, jedoch nahe der Klimaanlage. Letzte Nacht war es durchgehend über 30°C warm. Das Wasser im Swimming Pool ist ungefähr so warm wie das Thermalbad Schinznach. Wenn man von draussen in das auf 26°C gekühlte Haus eintritt spürt man wie das Blut an die Oberfläche tritt und wie der Körper abkühlt. Kein wunder, der Unterschied beträgt ca 15 Grad.
Bald ist es jedoch vorbei mit der Rumsitzerei. Am Montag beginnt der Ernst des Lebens... einmal mehr. Punkt 7.00 Uhr beginnt meine Schicht im Epworth Hospital in Richmond, ein Suburb von Melbourne. Ich habe mir bereits schwarze geschlossene Schuhe und eine Krankenschwesternuhr zugetan, da dies zur regulären Uniform hier gehört. Meine Uniform kriege ich aber erst am Montag. Nervös? Ja! Angst? Ein wenig. Freude? Riesig! Vor über einem Jahr habe ich begonnen mich darauf vorbereiten und habe wahrscheinlich mehr Formulare ausgefüllt als ein durchschnittlicher Steuerberater. Da gehören alle diese Gefühle dazu, oder?

Mittwoch, 6. Januar 2010

Endlich!

Nach dem ganzen Immigrationsfrust haben Ed und ich uns entschieden an die Küste zu fahren und eine Woche in Nowra zu verbringen. Die erste Nacht war etwas improvisiert da Ed's Bruder uns ein Zelt ohne Stangen geborgt hat... Die folgenden Tage war dann Sonne, Meer, Strand angesagt. Der australische Sommer hat uns dabei natürlich verwöhnt und so sind wir mit einer Ausnahme jeden Tag zum Strand gefahren, haben "geboogiboardet", sind im Meer geschwommen und haben verschiedenste Tiere beobachtet. Die Strände hier sind immer makellos sauber und das wird mit einer besonders reichen Fauna belohnt. Am Ende der Ferien haben wir dann noch einen Lizardrevierkampf beobachtet. Die beiden haben für fast eine Stunde lang gekämpft und ich bin stolz darauf euch das Ende und somit den Sieger präsentieren zu können. Die Tiere sehen im Video aus wie Schlangen sind aber ca 30-40cm grosse Eidächsli.
Auf der Heimfahrt hatten wir eine kleine Panne da an Ed's Auto eine Bremsleitung geplatzt ist und somit die ganze Bremsflüssigkeit ausgelaufen ist. Das hat uns dann einen Tag länger in Mittagong beschert.
Dann noch die gute Immigrationsnachricht: Mein Visum wurde genehmigt und habe somit die sofortige Arbeitserlaubnis.